Es wird ungemütlich draußen, ab in die Halle
Tip 1 – vor dem Match
Wenn Sie sich nicht schon in der Kabine aufgewärmt haben, führen Sie auf dem Platz einige Dehnübungen durch, auch wenn Sie meinen, Ihr Gegner wird Sie belächeln. Ein falscher Schritt und die Zerrung ist da. Dehnen bedeutet u.a. altes, sauerstoffarmes Blut aus den Muskeln hinaus und sauerstoffreiches hinein zu bekommen. Die erste Voraussetzung, um Zerrungen und Muskelfaserrisse zu verhindern. Ein paar Runden im Zuckeltrab um den Platz schaden auch nicht.
Tip 2 – Einschlagen
Versuchen Sie Ihre Tennisstunde so optimal wie möglich zu nutzen.
Dazu gehört ein sinnvolles Einschlagen. Immer wieder beobachte ich, das sich eine Minute kurz die Bälle mit einer Geschwindigkeit um die Ohren geschlagen werden, dass selbst Profis vor Neid erstarren würden. Dann, wenn es hoch kommt noch drei Aufschläge und los geht das Match. Sie können davon ausgehen, das die erste halbe Stunde bei diesem Start vertane Zeit ist. Rhythmus bekommen Sie nicht, wenn Sie von Tempo 250 auf 200 zurückschrauben, sondern Sie Ihre Geschwindigkeit langsam aufbauen Das Ergebnis ist : Sie sind nach kurzer Zeit auf Ihrem Spielniveau und haben auf jeden Fall mehr von Ihrer Stunde.
Fangen Sie Ihr Einschlagen im Kleinfeld an. Legen Sie sich jeweils einen Ball auf das T-Kreuz. Verkürzen Sie Ihre Ausholbewegung soweit, daß Sie Ihren Schläger immer noch im Augenwinkel sehen können. Dann schwingen Sie ihren Schläger langsam in Richtung Ball durch. Danach wechseln Sie sich im Kleinfeld mit Volleys ab. Immer so, das der Ball auf jeden Fall ein bisschen gehoben werden muss und nicht von oben herab dem Gegner auf den Bauch geknallt wird. Dann werden die ersten Schläge von der Grundlinie gespielt. Schlagen Sie zwei bis drei Minuten jeweils Vorhand auf Vorhand, Rückhand auf Rückhand und zum Schluss scheuchen Sie sich mit schon etwas schnellerer Geschwindigkeit in die Ecken des Platzes. Schaffen Sie dieses mit jeweils nur einem Ball, haben Sie Ihren Rhythmus gefunden. Auch das Einspielen fürs Doppel können Sie so gestalten.
Tip 3 – Tennissaite
Spielen Sie in der Wintersaison auf Teppichboden, lassen Sie Ihren Schläger neu besaiten.
Je schneller der Bodenbelag, desto härter sollten Sie ihre neue Saite bespannen lassen. Sie haben mit einer härteren Saite mehr Kontrolle (siehe auch Artikel: Saiten der Stars am Rothenbaum) als mit einer weichen. Dies ist auf einem schnellen Belag von größerer Bedeutung, als wenn Sie auf Granulat oder Sandboden spielen.
Tip 4 – Bälle
Gönnen Sie sich öfter mal neue Bälle. Abgespielte Bälle auf einem schnellen Teppichboden sind kaum zu kontrollieren. Der heruntergespielte Filz des Balles lässt ihn extrem schnell werden. Auf jeden Fall sollten Sie vier (sechs) gleichmäßige Bälle benutzen.

Tip 5 – Schuhe
Passen Sie Ihre Schuhe den Bodenverhältnissen an. Mittlerweile gibt es für jeden Belag den passenden Schuh. Die Stopp- und Drehbewegungen des Fußes auf Teppichboden können ohne die richtige Sohle sonst zu einem unnötigen Risiko werden. Nicht umsonst knicken in der Halle weit mehr Spieler um als in der Freiluftsaison auf Sand, da Sie um Kosten zu sparen mit dem falschen Profil spielen.
Tip 6 – Bodenbelag
Spielen Sie auf Granulatböden, achten Sie darauf auf einem gut abgezogenen Platz zu spielen. Ihre Vorgänger nehmen es meist nicht so genau mit der richtigen Verteilung des Granulates.
Wenn Sie dieses feststellen, versuchen Sie nicht in die Bälle hineinzurutschen, sondern laufen den Ball aus. Ein schlecht abgezogener Platz kann oftmals zum umknicken des Fußes führen, wenn Ihr Rutschweg plötzlich durch zuwenig Granulat beendet ist.